{"id":712,"date":"2020-08-29T10:21:10","date_gmt":"2020-08-29T09:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/tollana.d-tor.org\/notes-to-self\/?p=712"},"modified":"2020-08-29T10:21:40","modified_gmt":"2020-08-29T09:21:40","slug":"operation-sofa-2020-08-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tollana.d-tor.org\/notes-to-self\/?p=712","title":{"rendered":"Operation Sofa 2020-08-20"},"content":{"rendered":"\n<p>Da sich meine Eltern zu dem neuen Wohnzimmer auch ein neues Sofa geg\u00f6nnt haben, fragten sie mich, ob ich ihr altes \u00fcbernehmen wolle. Da meins insgesamt bestimmt 25 Jahre alt war (15 Jahre bei mir, vorher 10 Jahre bei meinen Eltern), habe ich nat\u00fcrlich sofort zugesagt. Leider stand die Aktion unter keinem guten Stern.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon bei dem Wohnzimmer selbst hat das M\u00f6belhaus den Liefertermin f\u00fcr das neue Sofa kurzfristig um eine Woche verschoben. Urspr\u00fcnglich sollte es am 12.08.2020 geliefert werden. Dementsprechend habe ich alles in die Wege geleitet:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Transporter mieten<\/li><li>Freizeitausgleich nehmen, was gar nicht so einfach war, weil fast alle Kollegen Urlaub hatten<\/li><li>Olaf als Helfer aktivieren<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Daher war ich nicht sehr begeistert, als Vater am Wochenende vorher anrief und sagte, dass sich der Termin um eine Woche verschiebt. Den Transporter konnte ich dank Corona trotz Vorauszahlung noch stornieren. Olaf hatte sein Zugticket allerdings schon gekauft und konnte es nur gegen Geb\u00fchr zur\u00fcckgeben. Den Freizeitausgleich auf die n\u00e4chste Woche zu verschieben war auch nicht ganz einfach, da die Personaldecke wegen Urlaubs immer noch recht d\u00fcnn war. Dennoch habe ich es irgendwie hinbekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>So bin ich dann am 20.08.2020 um 13:00 Uhr bei der Autovermietung aufgeschlagen, um zum ersten Mal einen Transporter zu leihen. Die Kosten pro Tag waren \u00fcberschaubar, allerdings gelten andere Bedingungen. Ich hatte nur 200 Freikilometer, f\u00fcr den Rest musste ich bezahlen. Au\u00dferdem habe ich mir eine Haftungsreduzierung von 1.100\u20ac pro Schaden auf 100\u20ac geg\u00f6nnt (30\u20ac pro Tag).<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen 14:00 Uhr habe ich mich auf den Weg gemacht. Die Anreise nach Lingen hat fast eine halbe Stunde l\u00e4nger gedauert, da es ein Donnerstag war, und man mit einem Transporter nicht sonderlich gut \u00fcberholen kann, aber ich war ja nicht auf der Flucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum angekommen, musste ich sofort arbeiten. Den Fernsehsessel und den Hocker wollte ich nicht mitnehmen, da ich daf\u00fcr keinen Platz habe. Der musste also entsorgt werden. Au\u00dferdem haben meine Eltern ihre \u00fcber 20 Jahre alte K\u00fchltruhe ausgemustert. Da ich mit einem Transporter unterwegs war, hat es sich angeboten, die Sachen damit zum Venneberg zu bringen. Die erste H\u00fcrde war, den Ford Transit r\u00fcckw\u00e4rts in die Einfahrt zu man\u00f6vrieren. Ich hatte mich vollkommen versch\u00e4tzt und dachte, dass es nicht passt, aber schlussendlich war es kein Problem. Es hat beim ersten Anlauf geklappt. Gelernt ist wohl gelernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die K\u00fchltruhe aus dem 1. Stock zu schleppen, habe ich den Deckel abgebaut. Der war mit einer kr\u00e4ftigen Sprungfeder befestigt, die nach dem L\u00f6sen der letzten Schraube nicht sehr \u00fcberraschend ein Eigenleben entwickelte, so dass das Scharnier eine recht unsanfte Begegnung mit meinem Dicksch\u00e4del hatte. Es hat sich schlimmer angeh\u00f6rt als es war. Die Truhe war zwar immer noch recht  unhandlich, aber sie musste sich geschlagen geben und ist schlussendlich im Transporter gelandet. Kurz vor 17:00 Uhr haben wir alles f\u00fcr 8\u20ac bei der M\u00fclldeponie abgeladen.<\/p>\n\n\n\n<p>Abends haben wir bei Tina gegrillt und Vaters Geburtstag gefeiert. Chris hat wie ein Wasserfall geredet, und Tessa hat mich mit ihrem Zeugnis arm gemacht. Sie hatte nur Einsen und Zweien, keine einzige Drei. Insgesamt bekam sie 75\u20ac von mir (10\u20ac f\u00fcr jede Eins, 5\u20ac f\u00fcr jede Zwei). Ziemlich \u00fcberraschend kam es nach der \u00dcbergabe des Geldes zu einem kleinen Disput. Sarah war wenig begeistert davon, dass Tessa von mir Zeugnisgeld bekommt, Michel von ihr aber nicht. Zum Gl\u00fcck war Michel nicht dabei, und Tessa wurde gesagt, ihm das nicht unter die Nase zu reiben, aber schlussendlich hat Nico meiner Meinung nach Recht gehabt, als er sagte, dass so nun einmal das Leben sei. Wie auch immer: Nicht mein Problem!<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen haben wir zusammen auf der Terrasse gefr\u00fchst\u00fcckt. Danach hat Mutter die Blumenk\u00e4sten f\u00fcr den Balkon best\u00fcckt. Um ca. 11:00 Uhr habe ich mich auf den Weg nach Bremerhaven gemacht. Olafs Zug war tats\u00e4chlich p\u00fcnktlich um kurz nach 10 Uhr in Bremerhaven angekommen. W\u00e4hrend ich noch auf der Piste war, hat er sich im Outdoor-Laden besch\u00e4ftigt. Nachdem ich um ca. 13:15 Uhr gelandet war, habe ich ihn sofort angerufen. W\u00e4hrend der Wartezeit habe ich die Blumenk\u00e4sten nach oben geschafft und versucht, den Poller in der Einfahrt mit einer Kombizange zu entfernen, habe es aber nicht geschafft.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun denn, wof\u00fcr hat man einen Olaf \ud83d\ude42 Nachdem er um ca. 14:00 Uhr angekommen war, hat er das Ding innerhalb einer Minute aus dem Weg ger\u00e4umt. Was ich nicht wusste: Der Verschluss schnappt zur\u00fcck. Man muss also drehen und gleichzeitig nach oben ziehen! Danach habe ich den Transporter unfallfrei r\u00fcckw\u00e4rts in die Einfahrt geschoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach ging es an die Arbeit. Wir haben immer ein Teil nach unten geschleppt und auf dem R\u00fcckweg ein neues Teil nach oben. Die Elemente waren nicht schwer, aber klobig und unhandlich. Das lange St\u00fcck des alten Sofas haben wir ohne R\u00fccksicht auf Verluste die Treppe hinab rutschen lassen. Auf dem R\u00fcckweg haben wir als letztes das Eckst\u00fcck des neuen Sofas nach oben getragen. Ging alles gut, bis wir vor der Wohnungst\u00fcr standen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ding passte nicht durch die T\u00fcr! Das konnte doch nicht wahr sein! Unten stand ein kaputtes Sofa, und oben Dreiviertel eines neuen. Ohne Eckst\u00fcck war das Neue nutzlos. So nah und doch so fern! Schlussendlich mussten wir die Haust\u00fcr aush\u00e4ngen, so dass wir es mit sanfter Gewalt durch die beiden T\u00fcren zw\u00e4ngen konnte. Puh! Nochmal Gl\u00fcck gehabt! Dabei ist dem T\u00fcrrahmen ein wenig Farbe abhanden gekommen, die das Sofa dankbar aufgenommen hat, aber es hat funktioniert. Ich war sehr erleichtert, nachdem wir alles zusammengesetzt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach haben wir das alte Sofa eingeladen und zur MBA gebracht. Da ich keinen PKW, sondern einen Transporter hatte, musste ich auf die Waage, um schlussendlich doch nichts zu bezahlen. Nach zwei Mal Wiegen und l\u00e4ngerer Wartezeit sind wir alles losgeworden und haben den Transporter abgegeben. Obwohl Personal anwesend war, sollte ich den Schl\u00fcssel in den Nachttresor werfen. Egal, es wurden keine Sch\u00e4den festgestellt, und der Tankstand wurde auch akzeptiert. Danach haben wir Br\u00f6tchen gekauft, mein Fahrrad von der Stadtverwaltung abgeholt, uns einen Berlind\u00f6ner geholt, und uns dann dem Wesentlichen gewidmet.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Samstag haben wir einen Spaziergang durch das Hafengebiet gemacht und wollten eigentlich in der letzten Kneipe vor New York einkehren. Leider hatte der Laden entgegen der \u00d6ffnungszeiten auf der Fratzenkladdeseite wegen Coronapanik geschlossen. Also kein Bier f\u00fcr den R\u00fcckweg. Das Wetter war ziemlich garstig. Wir mussten zwei Mal pausieren, um Gewitterschauer abzuwarten. Das erste Mal unter einer Br\u00fccke, und zwei Mal an einer Bushaltestelle. Bei der Ersten an der Columbusstra\u00dfe haben wir einen Vater mit Sohn getroffen, die mit dem Fahrrad von G\u00f6ttigen nach Bremerhaven gefahren sind. Wie erwartet in Tagestouren von 50 bis 70 Kilometer.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Samstagabend haben wir uns nicht lumpen lassen. Da ist reichlich Bier durchgegangen. Wir haben den Film &#8220;Er ist zur\u00fcck&#8221; geschaut. Anfangs waren wir begeistert, aber die Moralkeule zum Schluss hat uns beiden nicht gefallen. W\u00e4hrenddessen hatten wir eine angeregte Diskussion \u00fcber kirchliche Feiertage. Nach zwei Stunden haben wir uns darauf geeinigt, dass wir uns nicht einig werden. Obwohl es teilweise hoch her ging, war es sehr interessant! Man muss nicht immer einer Meinung sein, ganz im Gegentum!<\/p>\n\n\n\n<p>Danach haben wir noch &#8220;The Bourne Identity&#8221; geschaut, aber nach einer halben Stunde hatte ich die n\u00f6tige Bettschwere und habe mich ins Bett verabschiedet. Olaf war auch so fertig, dass er den Fernseher nach 10 Minuten ausgeschaltet hat. Mittlerweile war es zwischen 2:00 und 3:00 Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Sonntag fuhr Olafs Zug gegen 15:30. Nach einer Kanne Kaffee, einem Bier und mehreren Zigaretten hat er sich um kurz vor drei auf den Weg gemacht. Nachdem ich die Bude gesaugt habe, konnte ich endlich mein neues Sofa genie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da sich meine Eltern zu dem neuen Wohnzimmer auch ein neues Sofa geg\u00f6nnt haben, fragten sie mich, ob ich ihr altes \u00fcbernehmen wolle. Da meins insgesamt bestimmt 25 Jahre alt war (15 Jahre bei mir, vorher 10 Jahre bei meinen Eltern), habe ich nat\u00fcrlich sofort zugesagt. 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