Anreise (2026-08-12 – Mittwoch)
Wir haben verabredet, uns zwischen 12 und 13 Uhr beim Aldi (Bismarckstraße) in Sulingen zu treffen, hat aber nicht ganz geklappt. Richie war erster, ich bin um ca. 12:30 dort aufgeschlagen, nach einem Beinahe-Unfall mit einem rumänischen LKW in Bremen. Einen Anruf von ihm später habe ich ihn auch im Schatten direkt hinter der Einfahrt gefunden. Danach mussten wir noch ca. eine Stunde auf Moni und David warten, weil sie nicht ganz so zeitig losgekommen waren.
Wie auch immer, nachdem David Brot gekauft hatte, machten wir uns auf den Weg in das Silent Camp. Die Anreise hatte man neu gedacht, und zwar gut. So schnell waren wir noch nie auf einem Campground, gefühlt hat es nicht länger als anderthalb Stunden gedauert. Es gab zwar eine kurze Diskussion über den Parkplatz Richies und meines Autos, aber wir haben uns schlussendlich geeinigt, die beiden Karren etwas weiter weg (ca. 10m vom Pavillon) abzustellen.
Da wir nur begrenzt Platz hatten, haben wir auf meinen Pavillon (den gelben Salon) verzichtet, der aber auch nicht nötig war. Nachdem Richie und ich unsere Zelte aufgebaut und die LuMas aufgepumpt hatten, gab es das erste, kalte Bier. Richie hatte eine Kühltasche mit eiskaltem, italienischem Dosenbier mit.
Später am Abend haben wir uns aufgemacht, die Bändchen abzuholen. Zunächst war die Schlange ziemlich lang, sodass wir uns zunächst auf die Nahrungsaufnahme konzentriert haben, also Burger und für mich eine Knobi-Pommes. Danach hat es kaum 5 Minuten gedauert, bis wir unser Bändchen in wunderhübschem Pink hatten. Wieder zurück im Camp gab es noch leckeres Dosenbier, bis wir uns schließlich in die Waagerechte begeben haben.
Erster Tag (2026-08-13 – Donnerstag)
Die Nacht war nicht so dolle. Mein neue LuMa, die auf dem RockHarz noch gute Dienste geleistet hatte, hat ihren Dienst aufgegeben, sodass ich mitten in der Nacht auf dem Boden aufgewacht bin. Ich habe versucht, es zu ignorieren, musste schlussendlich aber doch aufstehen und pumpen. Die Luft hat zwar bis zum nächsten Morgen halbwegs gereicht, aber auch dann lag ich schon wieder mehr oder weniger auf dem Boden. Die Luft ist halt immer da, wo man selbst nicht ist. Dankenswerterweise hat Richie mir seine niegelnagelneue, noch originalverpackte Ersatzluftmatratze zur Verfügung gestellt, nachdem ich mein Leid geklagt habe.
Ausschlafen konnten wir trotz allem nicht, weil wir von Betty geweckt wurden. Betty ist eine sehr lautstarke Person, die erst am Donnerstagmorgen zu unseren Nachbarn gestoßen ist, weil sie am Vortag wohl noch arbeiten musste. Ihr Organ war jedenfalls so stark und laut, dass sie alles und jeden um sie herum geweckt hat. Ihr Verlangen nach Wodka+Energy-Irgendwas hat sie allerdings recht schnell verstummen lassen.
Eigentlich wollte Richie ja Vulvarine um 12:50 sehen, ein Wortspiel, dass ich vorher nicht so ganz begriffen habe (dachte, es geht um Wolverine), aber das haben wir nicht geschafft. Wir sind erst am Abend ins Infield, aber das hat sich gelohnt:
- Soulfly – wir haben nicht alles mitgenommen, war aber trotzdem gut
- Lamb of God – wir standen direkt vor dem Mischpult, also volle Dröhnung, mein Shirt hat bei den Bässen gezittert, aber zu laut – abseits wäre besser gewesen
- Black Label Society – nicht wirklich…
- Arch Enemy – Sehr geil, die neue Front(fr|s)au hat alles richtig gemacht!
- Perturbator: Sehr geiler Rausschmeißer, Metal-Techno, die wir im Sitzen genossen haben, einfach nur geiler Scheiß!
Zweiter Tag (2026-08-14 – Freitag)
Ein krasser Tag, vor allem wegen der Temperaturen, 37° C! Gutalax (9:00), Excrematory Grindfuckers (10:30) und Thundermother (16:00) hätten eigentlich auf dem Programm gestanden, aber bei den Temperaturen war das unmöglich. Wir waren kurz im Infield, haben uns aber kurz darauf wieder unter unser Sonnendach/Pavillon begeben.
Bei Alestorm sind wir wieder nach unten, hat sich auch gelohnt, aber bei den Temperaturen war es doch sehr anstrengend. Ich habe mir noch etwas von Kim Dracula angeschaut, war auch ganz gut, bis mir aufgefallen ist, dass sie eigentlich nur Covers spielen.
Der ganz große Act an dem Abend war Judas Priest, aber die kannte ich schon. Rob Halford im Sauerstoffzelt musste ich mir nicht noch einmal anschauen, bin zurück ins Camp gerödelt, hab noch ein Bier mit Richie getrunken und habe mir den Rest im Zelt angehört.
Dritter Tag (2026-08-15 – Samstag)
Da wir am Abend zuvor früh ins Bett, oder ins Zelt gekommen sind, war es recht einfach, zu den Vengaboys (10:00 Uhr) im Infield zu sein, wenn auch nicht ganz so einfach wie gedacht. Die Menschenmassen, die genauso gedacht haben wie wir, haben alles entschleunigt. Schon vor der Brücke ging es nur sehr langsam voran. Das Infield war schon voll, als wir endlich angekommen sind. Wir haben uns beim Burgerschuppen positioniert und konnten das Spektakel sehr gut bewundern. Nachdem David einen Frühstücksburger genossen hat, sind wir wieder zurück ins Camp.
Danach haben wir Hipster (r) Rock Edition gespielt, wobei ich tatsächlich gewonnen habe! Irgendwann hat mich dann doch der Hunger eingeholt, sodass ich nach unten gerödelt bin, um mir einen Pulled-Pork-Burger einzuverleiben, der leider nicht ganz so dolle war, meinen Hunger aber gestillt hat. Danach bin ich wieder zurück zum Pavillon, um mich für den Abend auszuruhen.
Eigentlich wollten wir schon zu Agnostic Front (20:20 Uhr) los, aber es hat geregnet, so dass wir es erst zu Godsmack um 21:00 Uhr zur Bühne geschafft haben. Das war eine großartige Vorstellung, vor allem, als plötzlich zwei Trommler, also der Sänger mit seinem eigenen Set, und der Drummer selbst sich ein Duell gegeben haben. Echt geil, sowas hab ich noch nie gesehen!
Amorphis kam danach, das haben Richie und ich im Sitzen betrachtet. Er hat sich dann auf den Weg ins Camp gemacht, derweil ich mir noch In Flames angetan habe. Danach gab es noch eine Bratwurst im Brot mit Zwiebeln, bevor ich mich auch ins Camp aufgemacht habe. Dort haben Richie und ich noch ein wenig gequatscht, bis ich mich in die Waagerechte begeben hab.
Abreise (2026-08-16 – Sonntag)
Gegen 8:00 Uhr war wieder Tag. Richie und ich haben die Zelte abgebaut und alles eingepackt. Wir haben uns von David verabschiedet und sind von Dannen gezogen. Die Polizeikontrolle war zwar da, aber sie haben mich nicht belästigt. Ich bin kurz vor 9:00 Uhr losgefahren und lag ca. 12:00 Uhr auf meinem Sofa, nachdem ich alles ausgepackt und das Auto abgegeben habe.
